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Habe Ehrfurcht vor deinem Schutzengel. Benimm dich so, dass du ihn nicht unglücklich machst. Versucht dein heiliger Engel nicht stets, dein Bestes und dein Wohl zu fördern? Dürfen wir da eigentlich, in seiner Gegenwart, uns etwas erlauben, was ihn betrübt? Wenn wir einen Freund empfangen, dann ist es selbstverständlich für uns, dass wir ihm unser Gesicht zuwenden, vernünftig und freundlich mit ihm reden und uns als Freund ihm gegenüber benehmen. Unser Schutzengel ist so ein guter, ja, unser bester Freund, stets an unserer Seite. Die heilige Franziska von Rom sah ihren Schutzengel stets neben sich, und das nicht nur, wenn sie einsam betete. Er war auch bei ihr auf der Straße, in der Kirche und in der Gesellschaft mit anderen Menschen. Ließ sich in der Gegenwart der heiligen Franziska auf einer Gesellschaft einer der Anwesenden ein Vergehen zuschulden kommen, indem er zum Beispiel schlecht über einen anderen sprach, so bedeckte der Schutzengel vor Scham ebenfalls sein Gesicht und wandte sich manchmal auch noch ab. Wenn wir mit anderen Menschen zusammen sind, so sollten wir bedenken, dass dann mindestens genauso viele Engel anwesend sind wie Personen, wenn wir nur die Schutzengel berücksichtigen.

Wo immer in der Vergangenheit sich Engel sichtbar zeigten, entstand in dem Menschen Furcht und Schrecken.

Es erschien ein Engel dem Zacharias im Tempel, indem er zur Rechten des Rauchaltars Gestalt annahm und Zacharias erschrak. Es erschien ein Engel den Hirten auf dem Felde in der Nacht der Geburt Jesu und die Hirten fürchteten sich sehr. Es erschien ein Engel dem Daniel in ungeheurem Glanze, und der stürzte vor Furcht zu Boden und wagte kaum zu atmen: Es blieb keine Kraft in mir und auch mein Äußeres entstellte sich." Es erschien ein Engel den drei Frauen Maria Magdalena, Maria, der Mutter des Jakobus und Salome, als sie das Grab Jesu besuchten. Sie fanden das Grab geöffnet, und als sie hineingingen, sahen sie einen Jüngling in einem weißen Gewande und erschraken vor ihm. Es erschien ein Engel dem Hauptmann Kornelius zur neunten Stunde des Tages, und als er ihn ansprach:"Kornelius", da wurde dieser vor Furcht ergriffen und sprach:" Was ist,Herr?"

Die große Würde und Macht und ihre Überlegenheit zwingt den Menschen in seiner Unvollkommenheit zu dieser Ehrfurcht. Ob wir die Engel sehen oder nicht - sie sind stets anwesend, und deshalb sollten wir stets die gleiche Achtung vor ihrer Anwesenheit haben, denn wir leben unter Engeln, als wenn wir im Himmel wären.

Die Engel sind, obschon für die meisten Menschen unsichtbar, doch stets anwesend- nicht weit entfernt im Himmel und nicht erst in Zukunft irgendwann nach unserem Tod. Sie befinden sich nicht über den Wolken - das Reich Gottes ist mitten unter uns." Wir sehen nicht,"schreibt der Apostel Paulus," auf die Dinge, die wir sehen, sondern auf die Dinge, die wir nicht sehen; denn die Dinge, die wir sehen, sind zeitlich; die Dinge aber, die wir nicht sehen, sind ewig." In einem anderen Briefe heißt es:" Unser Wandel ist im Himmel", und meint damit unseren irdischen Aufenthalt unter den Engeln." Gott hat uns mit Jesus auferweckt und mit ihm im Himmel sitzen gemacht." Und er schreibt von den anderen Aposteln:" Wir sind zum Schauspiel geworden, der Welt, den Engeln und den Menschen." Und in einer alten Schriftrolle steht vom Apostel Paulus geschrieben:" Seid Gott wohlgefällig auf Erden und lebt wie die Engel an eurer Seite, um sein Herz zu erfreuen. Euer Leben sei ein einziges Gebet an den Herrn - ohne Worte, aber durch eure Taten. Doch wenn ihr sprecht, so tuet dieses in Demut und Liebe und euer Herz sei geöffnet für die Engel, die eure Gebete zum Himmel tragen."

   
© Praxis für geistiges Heilen - Jürgen Pitten