Veranstaltungen

Keine Termine
   

In gewaltigen Dimensionen hat Jesus dieses Gleichnis dargestellt. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn stellt das geistige und menschliche Leben als ein allumfassendes und unaussprechliches Äonen dauerndes Drama der gefallenen Kinder Gottes dar, sinnbildlich vom Anfang der Schöpfung bis zur Heimkehr aller. Alle gefallenen Geistwesen gingen - in ihrem unvernünftigen Eigenwillen aus dem Hause Gottes, des ewigen Vaters, hinaustretend aus Seinen ewigen Gesetzen.

1. Der Weggang vom Vaterhaus versinnbildlicht den durch die Versuchung  Luzifers geschehenen Abfall von Gott und den daraus folgenden Weg, durch wiederholten Fall, in die Halbmaterie.

2. Das Herumirren von Land zu Land in der Vaterferne versinnbildlicht die wiederholten Reinkarnationen in verschiedenen, immer dichteren Lebensebenen, bis ins Materielle.

3. Die daraus sich ergebenden Nöte, Entbehrungen usw. versinnbildlichen das Gesetz von „Ursache und Wirkung“, das Karmagesetz. Daraus gewinnt der Gereifte die Erkenntnis von der Präexistenz = Leben vor diesem Leben.

4. Die einsetzende Selbsterkenntnis, durch Läuterungen und bittere n Erfahrungen sowie guten Willen und durch bewusste, auf Gott ausgerichtete Gedankenveredelung, ergibt die Sehnsucht nach dem Gott der Liebe und die Erkenntnis, ein Kind Gottes zu sein. Der anstrengende Heimweg versinnbildlicht das Gesetz der Gnade = „Sühne durch eigene Arbeit im Erringen eigener Erkenntnis durch Betätigung in der Nächstenliebe.

5. Das verschleuderte Vermögen versinnbildlicht das Vergeuden geistiger Kräfte und der Gaben Gottes mit niedrigen Wesen.

6. Die Hungersnot versinnbildlicht, dass die verbrauchten geistigen Kräfte in dieser niederen Umgebung nicht mehr aufgebaut werden konnten und dass daher zum erstenmal der Mangel bewusst wurde. Das Herumirren versinnbildlicht: in der Tiefe im Dienste Satans Frondienste vollbringen.

7. Das Schweinehüten symbolisiert die Unreinheit. Die durch solche Entbehrungen und Leiden in der Fremde erreichte Reife, völlige Anspruchslosigkeit und Demut versinnbildlicht das Essenwollen des Schweinefutters, der Früchte des Johannesbrotbaumes; man lässt alles in den Falschmünzerwerkstätten Luzifers zurück und sehnt sich nach Glück und Geborgenheit im Vaterhaus.

8. Reue und tiefer Abscheu über sich und seine Taten und das daraus entspringende Anerbieten zu niedrigsten Diensten beim Vater versinnbildlichen das Erkennen der Sünde wider den Geist und das Wollen, es gut zu machen. Das Ausschauhalten des Vaters ist ein Sinnbild für das Einheitsgesetz: Gottes Augen halten Ausschau, ob sich auf Erden niemand findet, der Sehnsucht nach Ihm hat.

9. Brot im Überfluss beim Vater ist das Sinnbild, dass es beim Vater geistige Kräfte im Überfluss gibt, entsprechend der Entwicklung auf der eigenen Lebensebene und Atmosphäre.

10. Das gemästete Kalb versinnbildlicht die in der Nähe Gottes zubereitete geistige Einheitskraft aller vollkommenen Kinder, je nach Aufgabe, Rang und Wirkungsweisen.

11. Die Freude des Vaters bei der Rückkehr verweist auf das Gesetz der Einheit in Gott. Hier passt der Ausspruch Christi : Größere Freude bei Gott und den geistigen Geschwistern wird sein, wenn einer umkehrt und Buße tut, als über viele andere, die die Freuden in Gott nicht mehr missen müssen.

12. Die dienenden Knechte versinnbildlichen das Solidaritätsgesetz der Geister: der Höherentwickelte hat dem Niederentwickelten zu helfen.

13. Der Befehl des Vaters an die Knechte, Kleidung, Ring und Schuhe bereitzustellen, versinnbildlicht das endliche Gesetz, dass der Heimkehrende die ehemaligen eigenen Verdienste und alles Selbsterworbene zurückbekommt. Dem Sohn oder dem Kind Gottes bleiben trotz Einheitsgesetz: Alles zurück zu Gott! seine Individualität, Persönlichkeit des Geistes, Name, Stempel, Zahl, Antlitz usw. erhalten.





„Abwischen wird Er alle Tränen von ihren Augen! Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid, keine Klage, keinen Schmerz; denn zum erstenmal sind alle diese Dinge endgültig vorüber“

( Offb. 21,4 ).

   
© Praxis für geistiges Heilen - Jürgen Pitten