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In einem Haus bei Moray Firth in Schottland wurde ein jungfräuliches Mädchen von einem "wunderschönen Jüngling" verführt. Sie gestand ihren Eltern, dass sie weder wusste, woher er gekommen sei, noch wohin er anschließend gegangen sei. Als aber eines Tages die Eltern in das Schlafzimmer des Mädchens kamen, fanden sie keinen hübschen Jüngling, sondern ein entsetzliches Ungeheuer vor. Der Liebhaber des Mädchens war ein Ikubus, das heißt ein Teufel, der Frauen zum Geschlechtsverkehr zwingt. (Ein Sukkubus ist ein lüsterner weiblicher Dämon, der mit schlafenden Männern geschlechtlich verkehrt.) Diese Geschichte entstammt einer aus dem 17. jahrhundert datierten Sammlung der "Umtriebe von Hexen gegen die menschliche Rasse" , die ein Mönch eines Mailänder Ordens zusammenstellte. In der Einleitung stellt er fest, dass sich fast alle Theologen und gelehrten Philosophen einig seien und es auf uralte Erfahrungen beruhe, dass Hexen mit Dämonen koitierten, die Männer mit Sukkubi und die Frauen mit Inkubi. Diese Art geschlechtlichen Verkehrs, für den nicht einmal die Berufung auf Vergewaltigung als Rechtfertigung galt, wurde von der Kirche streng bestraft. Während der Hexenverfolgungen im 16. und 17. Jahrhundert drohten schreckliche Folterqualen mit oft tödlichem Ausgang. Mittelalterliche Dämonologen behaupteten, Inkubi und Sukkubi könnten in Gestalt eines Menschen in Fleisch und Blut auftreten, wozu sie sich eines Leichnams bedienten. Häufig nahmen die Dämonen die Gestalt des Ehemannes, der Ehefrau oder eines Liebhabers der verführten Person an. Ungeachtet dessen, ob sie auf diese Weise getäuscht worden war, hatte sie sich in den Augen der Kirche einer schweren Sünde schuldig gemacht. Man nahm an, dass Inkubi und Sukkubi selbst gegen den Exorzismus gefeit seien. Wer mit ihnen verkehrte, musste also die Schuld auf sich nehmen und die volle Strafe erleiden.

Auch ein ehemaliger Londoner U - Bahn - Wachposten wurde angeblich von solchen dämonischen Wesen heimgesucht. Er wurde, so berichtete er, von einem Sukkubus angefallen. Die Dämonin presste sich von hinten fest an seinen Rücken. Minuten vergingen, und ihm wurde klar, dass sie sexuellen Verkehr mit ihm wollte. Wegen der ungünstigen Position passierte allerdings nichts. Bleibt zu fragen, ob es solche Dämonen tatsächlich gibt oder ob sie nur Trugbilder sind, die von seelischen Konflikten herrühren.

   
© Praxis für geistiges Heilen - Jürgen Pitten